DECOS Projekt erfolgreich gestartet

19. Juli 2004

DECOS, ein „Integrated Project“ im 6. EU Rahmenprogramm, wurde von der Europäischen Kommission bewilligt. Das Ziel von DECOS liegt in der Identifikation und Verringerung von Hindernissen, die der Entwicklung von hochzuverlässigen embedded Systemen entgegenstehen. DECOS startete mit einem Kick-off-Meeting am 12. Juli 2004.

DECOS, „Dependable Embedded Components and Systems“, zählt zu den erfolgreichsten Projektanträgen die im Bereich embedded Systeme eingereicht wurden. Diese überlegene Position ist auf den großen Einsatz und die gute Kooperation der teilnehmenden Projektpartner in der Planungsphase zurückzuführen. Zu den DECOS Partner zählen wichtige Institutionen aus dem industriellen sowie akademischen Umfeld. Basierend auf der Time-Triggered Architecture (TTA) sollen im Zuge des Projekts gemeinsam eine Reihe generischer Hardware und Software Komponenten entwickelt werden.

Die TTA ist eine ausfallssichere, intelligente Plattform, die sich besonders als Architektur für hoch zuverlässige verteilte Systeme eignet. Sie stellt eine enorme technische Errungenschaft im Bereich verteilter Echtzeitsysteme dar und hat durch eine Reihe von Applikationen aus den Bereichen Luftfahrt, Automobil, Spezialfahrzeuge, Bahn und Industriesteuerung Anerkennung gefunden. Die zuverlässige Integration von sicherheitsrelevanten und nicht-sicherheitsrelevanten Subsystemen ist in diesen Bereichen ein wichtiges Anliegen.

Integrierte Lösungen in der Luftfahrtindustrie haben sich in der neuesten Generation von Flugzeugen bereits durchgesetzt. Der unvermeidbare Schritt zu einer methodischen, interdisziplinären integrierten Lösung muss trotzdem noch erweitert und für andere Anwendungsbereiche nutzbar gemacht werden. In der Automobilindustrie beispielsweise werden nach wie vor viele sicherheitsrelevante Applikationen als eigenständige Einheiten mit eigenen Verarbeitungs- und Eingabe/Ausgabe Systemen implementiert. Fahrerassistenzsystem, Infotainmentsystem und Karosserieelektroniksystem werden beispielsweise getrennt entwickelt. Jedes dieser Systeme basiert auf einer eigenen Hardware Basis – dadurch wird jegliche kritische gegenseitige Beeinflussung der Systeme untereinander vermieden. Systemintegration wird dadurch allerdings schwierig, fehleranfällig und kostenintensiv. Außerdem müssen Fehlerstrategien in jedem Subsystem getrennt betrachtet werden.

In einer integrierten Architektur werden mehrere Subsysteme gemeinsam auf derselben Plattform ausgeführt. Durch diese effiziente Lösung wird die Anzahl der benötigten ECUs signifikant verringert. Weiters können Kabel und Verbindungselemente, die in zuverlässigen Systemen eine nicht unbedeutende Fehlerquelle darstellen, eingespart werden. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse von DECOS zu einer deutlichen Reduktion an Hardwarekosten und zu einer Steigerung der Zuverlässigkeit von sicherheitskritischen und nicht-sicherheitskritischen embedded Systemen führen wird.

DECOS Projektpartner

  • Airbus Deutschland GmbH
  • ARC Seibersdorf Research GmbH
  • Audi Electronics Venture GmbH
  • Budapest University of Technology and Economics
  • Centro Ricerche Fiat
  • EADS Corporate Research Center Germany CRC
  • Esterel Technologies S. A.
  • Hamburg University of Technology
  • Hella KG Hueck & Co.
  • Infineon Technologies AG
  • Liebherr-Aerospace Lindenberg
  • Profactor Produktionsforschungs GmbH
  • Swedish National Testing and Research Institute
  • Technical University Vienna
  • Universität Kassel
  • University of Kiel
  • Technical University Darmstadt
  • THALES Avionics
  • TTTech Computertechnik AG

Weitere Informationen zu DECOS erhalten Sie auf folgender Website: www.decos.at