Branchenführer diskutieren über Deterministisches Ethernet – Pilotiertes Fahren im Kontext des Internets der Dinge

16. Dezember 2014

TTTech, der Technologieführer im Bereich robuste vernetzte Sicherheitssteuerungen, initiierte eine industrieübergreifende Podiumsdiskussion beim Internet of Things (IoT) World Forum in Chicago. Die Veranstaltung brachte Branchen- und Technologieführer wie Audi, BMW, Cisco, Rockwell Automation und Vestas zusammen, um über Deterministisches Ethernet zu diskutieren. Außerdem stellte TTTech beim Event ein IoT-Produktportfolio vor, das „Guarantee of Service“ durch standardbasiertes Deterministisches Ethernet bietet.

Die Podiumsdiskussion wurde geleitet von Georg Kopetz, Mitbegründer und Mitglied des Vorstands von TTTech. Im Fokus standen aktuelle Innovationen im Automobilbereich sowie das Internet der Dinge im industriellen Umfeld (Industrial IoT). Es wurde diskutiert, wie Industrial IoT von den hohen Investitionen und den großen Produktionsmengen der Automobilindustrie im Kontext von Deterministischem Ethernet profitieren kann.

Mathias Halliger, Leiter Architektur bei Audi, betonte während der Podiumsdiskussion: „Deterministisches Ethernet ermöglicht bei der Entwicklung des hochintegrierten zFAS-Plattformsteuergeräts für pilotiertes Fahren die Schaffung eines sicherheitskritischen Systems durch die Integration komplexer Teilsysteme. Eine zukunftssichere Systemarchitektur muss die „Over-the-Air“-Aktualisierung von Datenbanken im Fahrzeug unterstützen, dies wird durch Hochgeschwindigkeits-Ethernet-Netzwerke ermöglicht.“

Kirsten Matheus, Ethernet Projektmanager bei BMW, sagte: „Hohe Bandbreiten und Datenraten sowie Redundanz und strikte Echtzeitregelung sind entscheidend für autonomes Fahren.“ Dies alles sind Eigenschaften von Deterministischem Ethernet. Die Teilnehmer diskutierten, dass breiter Einsatz in der Automobilindustrie auf Grund von Skalierungseffekten die Einführung von Deterministischem Ethernet in anderen Branchen sowie in Industrial IoT beschleunigen wird.

Sujeet Chand, Senior Vice President und CTO von Rockwell Automation, stellte fest: „Durch den Transfer einer Technologie von der Automobilindustrie in den Industriebereich wird diese von den Größenordnungen der Automobilbranche und den Kostenersparnissen profitieren. Wir sehen gespannt auf die sich in Entwicklung befindlichen Standards im Bereich von Deterministischem Ethernet.“

Jorge Magalhaes, Senior Vice President of Engineering bei Vestas Wind Systems, sprach über die Vorteile der Einführung von Deterministischem Ethernet im Windenergiesektor: „Der Betrieb von Windturbinen muss stetig ökonomisch verbessert werden. Aus diesem Grund werden die Zuverlässigkeit und die verfügbare Betriebszeit laufend erhöht, die Instandhaltungskosten reduziert und die Leistung sowie die Optimierung der Turbinenkontrolle verbessert. Deterministisches Ethernet ist dafür eine der Kernkomponenten.“

Maciej Kranz, Vice President bei Cisco Corporate Technology Group, stellte abschließend fest: „Deterministisches Ethernet ist ein weiterer Schritt in der Evolution von Ethernet. IoT verlangt einen höheren Echtzeit-Datenverkehr, generiert neue Geschäftsmodelle und wirft Fragen bezüglich Datensicherheit auf. Deterministisches Ethernet hilft uns all diese Themen zu adressieren.“

Das neu vorgestellte Industrial IoT-Produktportfolio von TTTech ermöglicht die breitere Einführung von standardbasiertem Deterministischen Ethernet. Die Produkte adressieren die steigende Nachfrage nach Lösungen, welche die Integration von kritischen Maschinen und Systemen innerhalb konvergierter, skalierbarer IoT-Netzwerke ermöglicht. Georg Kopetz merkt abschließend an: „Das IoT-Produktportfolio setzt ein starkes Signal in Hinblick auf das Ziel von TTTech, das Industrial Internet of Things nicht nur real, sondern auch für den Kunden einfach anwendbar zu machen.“

Von links nach rechts: Jorge Magalhaes (Senior Vice President of Engineering bei Vestas Wind Systems), Sujeet Chand (Senior Vice President und CTO von Rockwell Automation), Maciej Kranz (Vice President von Cisco Corporate Technology Group), Kirsten Matheus (Ethernet Project Manager bei BMW), Mathias Halliger (Leiter Architektur bei Audi), Georg Kopetz (Mitglied des Vorstands von TTTech)