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Marco Lehner
Marketing Communications

TTTech Computertechnik AG
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Renesas und TTTech kündigen Highly Automated Driving-Plattform an

Renesas Electronics (“Renesas”), ein führender Anbieter hochmoderner Halbleiterlösungen, und TTTech Computertechnik AG (“TTTech”), weltweiter Technologieführer im Bereich robuster Vernetzung und Sicherheitssteuerungen, haben gemeinsam eine Highly Automated Driving Platform (HADP) entwickelt. Die neue HADP ist ein ECU-Prototyp (Electronic Control Unit) für Serienfahrzeuge mit integrierter Software und Tools. Sie zeigt, wie sich die Technologien von Renesas und TTTech zusammen in einer realistischen Fahrzeugumgebung für autonomes Fahren nutzen lassen. Mit der HADP können Tier-1-Zulieferer und OEMs schneller in Serie gehen.

Der Markt für Automobilelektronik arbeitet mit Hochdruck daran, autonomes Fahren für die Endkunden bis 2020 Wirklichkeit werden zu lassen. Die zunehmende Fülle an Sensordaten, deren Bewertung und die daraus folgenden vorzunehmenden Aktionen erfordern Hardware- und Software-Implementierungen mit einem hohen Maß an Rechenleistung und funktionaler Sicherheit. Die breite Palette an Sensoren und Funktionen bedingt zudem neue Herausforderungen bei der Implementierung und Integration von Software.

Die neu vorgestellte HADP ist die erste Lösung, die TTTech und Renesas seit Bekanntgabe ihrer Zusammenarbeit im Januar 2016 auf den Markt bringen. Sie ist eine erweiterte Version des HAD Solution Kits, das im Oktober 2016 vorgestellt wurde, und beruht ebenso auf zwei R-Car H3 SoCs (System-on-Chips) sowie dem RH850/P1H-C Mikrocontroller (MCU).

Die HADP wurde auf der Basis des ASIL-D-Standards für funktionale Sicherheit (Anmerkung 1) entwickelt. Es unterstützt einen hocheffizienten Integrationsprozess für komplexe, hoch-automatisierte Fahrsysteme. Tier-1-Zulieferer und OEMs können die HADP nutzen, um ihre Funktionen sofort in einer Embedded-Automotive-ECU als Prototyp umzusetzen. Dies verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung, indem Systementwickler ihre Software problemlos auf einen ECU-Prototypen verifizieren, integrieren und somit schneller in Serie gehen können.

„Angesichts der zunehmenden Fokussierung der Automobilindustrie auf autonomes Fahren finden sich OEMs in einer Schlüsselrolle, um die Sicherheit und Stabilität innovativer Funktionen zu gewährleisten“, erklärt Jean-Francois Chouteau, Vice President, Global ADAS Centre, Renesas Electronics Corporation. „Mit der von TTTech und Renesas bereitgestellten HADP können OEMs nicht nur den Entwicklungsaufwand, sondern auch die Zeit verringern, in der sie autonomes Fahren auf die Straße bringen.“

„Wir freuen uns sehr, die erste gemeinsame Plattform im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Renesas vorzustellen“, kommentiert Dr. Stefan Poledna, Mitglied des Vorstands bei TTTech. „Die Erfahrung von Renesas als führender Anbieter von Halbleiterlösungen und das umfassende Know-how von TTTech als Lieferant skalierbarer Safety-ECU-Plattformen sind die perfekte Kombination, um unsere Kunden dabei zu unterstützen, äußerst leistungsfähige Lösungen für autonomes Fahren in wesentlich kürzerer Zeit entwickeln zu können.“

Die wichtigsten Leistungsmerkmale der HADP

1) Schneller zur Serie mit ECU-Prototyp

Die ECU wurde gemäß den Automotive-Qualitätsanforderungen für thermisches Design und Schockfestigkeit entwickelt. Sie wird in einem Aluminiumgehäuse der Schutzklasse IP51 (Anmerkung 2) zur Montage im Fahrzeuginneren oder im Kofferraum geliefert. Die HADP lässt sich direkt an die Stromversorgung im Fahrzeug anschließen und ist für einen Temperaturbereich von -40 bis +85°C sowie für den Betrieb unter fahrzeugüblichen Vibrationen ausgelegt. Die HADP wird mit Kabeln und einem Leitfaden für eine einfache Installation im Fahrzeug ausgeliefert.

2) Software-Plattform verkürzt Markteinführungszeit dank vereinfachter Integration

TTIntegration ist eine Software-Plattform, die sämtliche Dienste für eine parallele Ausführung mehrerer sicherheitskritischer Anwendungen auf mehreren SoCs bietet. Ein komplexes Partitionierungskonzept gewährleistet, dass sicherheitsrelevante Anwendungen nicht durch andere, gleichzeitig ausgeführte Anwendungen beeinflusst werden können. Dank einer Co-Simulationsumgebung auf einem Standard-PC lassen sich Funktionen auf der Embedded-HADP-Plattform Seite an Seite mit Anwendungen entwickeln, die auf einem PC laufen. Dabei können sie alle die gleichen Daten und Dienste gemeinsam und auf gleiche Weise nutzen, als wenn es sich um eine einzige ECU-Domäne handeln würde.

Die nahtlose Integration und Überprüfung aller Anwendungen lässt sich damit erheblich schneller und effizienter umsetzen als mit herkömmlichen Lösungen, die mehrere Schritte erfordern.

Verfügbarkeit

Die HADP und der Support für die Entwicklung sind im zweiten Quartal 2017 über TTTech verfügbar. (Änderungen bzgl. Verfügbarkeit ohne gesonderte Benachrichtigung vorbehalten).

Die wichtigsten Spezifikationen der HADP stehen auf einem separaten Datenblatt bereit.

Ein YouTube-Video über das Engagement von Renesas im Bereich ADAS und autonomen Fahren ist abrufbar unter: https://youtu.be/pDrBafZ-nPI

Anmerkung 1:

ASIL (Automotive Safety Integrity Level) – Jedes Level definiert Anforderungen gemäß dem ISO 26262 Standard für funktionale Sicherheit sowie Sicherheitsmaßnahmen, um inakzeptable Restrisiken zu vermeiden. Es gibt vier Sicherheits-Levels, A bis D, wobei ASIL-D die strengsten Anforderungen stellt. Sowohl die Renesas RH850/P1HC MCU als auch die TTintegration Software-Plattform sind konform zu ASIL-D. Das Renesas R-Car H3 SoC erfüllt das ASIL-B-Sicherheitsniveau.

Anmerkung 2:

Die IP-Klassifizierung ist in der internationalen Norm IEC 60529 definiert. IP 51 steht für Staub- und Tropfwasserschutz.

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