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Marco Lehner
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„Kräfte bündeln und aufholen“

Die Triebfeder der aktuellen Veränderungen heißt Digitalisierung. Sie hat weitreichende Effekte auf alle Lebenswelten, insbesondere auf Arbeitsmarkt und Unternehmertum.

Steigende Automatisierung bringt veränderte Berufsbilder, neue Arbeitsabläufe und damit auch Gewinner und Verlierer. Unsicherheiten produzieren Ängste, dass Arbeitskräfte ersetzt werden.Österreich steht damit ein Beschäftigungsrückgang von gering qualifizierten Arbeitskräften bevor, was wiederum eine Herausforderung für das Bildungswesen bedeutet.

Der erlebbare Wandel ist aber sehr wesentlich auch eine Chance für eine dringend notwendige Umorientierung. „Wirtschaftlich bringt Digitalisierung Wettbewerbsvorteile - sie ermöglicht kostengünstigere Produktion aber auch Entwicklung neuer Produkte und die Anpassung von Gütern und Dienstleistungen an die immer heterogeneren Bedürfnisse. Der Vorreiter gewinnt, der Nachzügler verliert“, analysiert Wirtschaftsprofessor Karl Aiginger bei den Alpbacher Wirtschaftsgesprächen. Europa gehöre allerdings nicht zu den Vorreitern, sondern sei klar unter den Nachzüglern zu finden. Lediglich einzelne Länder wie Dänemark, Schweden, Niederlanden und Finnland würden eine Führungsgruppe innerhalb der Europäischen Union bilden. „Der Rückstand Europas zu den USA wird es weiter schwer machen, den verbleibenden Unterschied in den Pro Kopf Einkommen zu schließen“, so Aiginger.

 

Start-ups als Hoffnungsträger

„Digitalisierung durchdringt die Arbeitswelt und verändert die Wirtschaft von Grund auf. Gleichzeitig ergeben sich enorme technische Möglichkeiten, die wir zum Nutzen aller einsetzen können. Wichtig ist es jetzt, alle Kräfte zu bündeln, um aufzuholen. Das heißt, mehr denn je in Forschung und Entwicklung zu investieren und den Anschluss bei den digitalen Technologien nicht zu verschlafen“, hält Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach fest. Spätestens mit dem Start-up Paket, das das österreichische Wirtschaftsministerium im Juli dieses Jahres geschnürt hat, wird hierzulande versucht, auf die Gründer-Welle aufzuspringen.

 

Neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung

TTTech-Mitbegründer und Vorstand Georg Kopetz: „Die europäische Industrie ist weltweit führend in der Entwicklung und Produktion von anspruchsvollen Maschinen und Fahrzeugen. Die Vernetzung dieser Maschinen und Fahrzeuge im Industrial Internet und deren zunehmende Elektrifizierung bietet uns nun nicht nur die Chance zu einer höheren industriellen Wertschöpfung (durch neue digitale Funktionen und einer besseren on-line Wartbarkeit) sondern ermöglicht auch neue Geschäftsmodelle. Als Beispiele seien hier Car-Sharing Plattformen mit künftig selbst fahrenden Elektroautos oder virtuelle Kraftwerke auf Basis erneuerbarer Energieträger in smart microgrids erwähnt.“

Die Digitalisierung bietet so auch neue europäische Lösungsansätze für einige der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit (Erderwärmung, Urbanisierung und eine gesunde nachhaltige Nahrungsmittelproduktion). Das Beispiel der rasanten Entwicklung des Wiener Wachstumsunternehmen TTTech mit heute fast 500 Beschäftigten als einer der Innovationsführer in der Entwicklung der digitalen Plattformen für das selbst fahrende Auto sowie des Industrial Internets zeigt das beträchtliche Chancenpotential der Digitalisierung in vielen Bereichen.

 

Digitalisierung mit „Beyond GDP (Gross Domestic Product)“ Zielen verbinden

„Bei jedem anderen wichtigen gesellschaftlichen Ziel sollte untersucht werden, wie Digitalisierung dazu beitragen kann. Die europäische Digitalisierungspolitik sollte unter dem Aspekt des Beitrages zur individuellen und gesellschaftliche Wohlfahrt gesehen werden und mit den Beyond-GDP Zielen verbunden werden“, führt Karl Aiginger aus.

Mit Investitionen und Förderungen sei die Arbeit jedoch nicht getan. So müsse genauso eine Bewusstseinsänderung in der Wirtschaft erfolgen, sind sich Aiginger, Fischler und Kopetz einig. Die Umorientierung vom Wachstumsziel als alleinigem Maß gesellschaftlichen Erfolges, zu einem Zielbündel wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ziele kann als Leitlinie für eine gesellschaftliche Gestaltung der Digitalisierung genutzt werden. Dies wurde bereits in der Beyond-GDP-Diskussion angeregt und steht ebenso im Zentrum des Strategievorschlages von WWWforEurope.

Pressefotos finden Sie unter www.alpbach.org/pressefotos

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